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Stilepochen Möbel Epochen Zeittafel - Zeitepoche Möbelkunde

Die zeitliche Einordnung der Möbelstile unterscheiden sich natürlich von Entstehungsland zu Entstehungsland. Meist wurden Stilrichtungen auch Namen der gegenwärtigen Herrscher verliehen. Wenn man also Begriffe wie Napoleonisch, Viktorianisch, Theresianisch, Chippendale, Louis Seize, Louise-Phillippe oder Queen Anne hört, handelt es sich hierbei um nichts anderes als um Stilrichtungen von Möbel. Natürlich wurde auch lange v. Chr. großer Wert auf Inneneinrichtung gelget. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei der orientalische Einrichtungsstil ein (dies wird jedoch in einem anderen Beitrag zu lesen sein). Nachträglich betrachtet scheint es so als wurde Wohlstand stets durch hochwertige Raumgestaltung definiert.

Zeittafel der bekanntesten Möbel Stilrichtungen

Intarsie
Die älteste Intarsienarbeit stammt aus der 12. Dynastie. Dies bedeutet, dass die Kunst der Einlegearbeit keine Erfindung der Neuzeit ist sondern bereits 2000-1800 v. Chr. handwerklich, in beachtenswerter Präzision und hervorragender Qualität umgesetzt wurde.

Pietra-Dura
Auch Stein-Einlegearbeiten genannt. Diese Handwerkskunst nahm seine Ursprünge nicht wie oft angenommen in Italien sondern stammt ursprünglich aus China, Japan und islamischen Regionen. Je nach Region wurden Perlmutt, Edelsteine, Elfenbein oder Metalle verwendet. Erst im Mittelalter fand diese Handwerkskunst seinen Weg nach Europa.

Renaissance 1500-1650 
Dieser Möbelstil zeigt sich meist in üppiger Fertigung. Stühle wurden an Sitz- und Armlehnen (partiell) gepolstert. Schränke zeigten Schnitzwerke wie Löwenköpfe, Blattwerk, Elemente in figuraler Form wie auch Motive aus der Heraldik. Hier fallen nur regionale Unterschiede auf. So wurde im italienischem Raum die Renaissance floral, lieblich und romantisch gehalten wobei sich im deutschem Raum diese Stilrichtung schwerfällig und ernsthaft zeigte.

Barock 1600-1750 
Barocke Möbel unterscheiden sich von Renaissance Möbeln im Wesentlichen darin, dass lieblich romantische Fertigungen höchsten Zuspruch finden und Möbel in kirchlicher Stilart ihr Begehren verlieren. Barock Mobiliar in Europa äußert sich nicht mehr alleine durch Schnitzerei sondern durch ansprechende Farbgebung. Meist gingen diese Möbel durch Hände von Stuckateure um anschließend farbig gefasst oder vergoldet zu werden.

Louisquinze (Ludwig XV.; ca. 1720-1760)
Während der Regierung Ludwigs XV. kam zum Durchbruch was sich in Frankfreich bereits in der Règencezeit angebahnt hatte - Möbeln mit beweglichen Teilen, Bronzen- und Silberarbeiten, Wanddekorationen, Leuchter, Möbel, Ziergeräte, Geschirre mit unsymmetrischen Muschelwerk, Rocaillen, Laub- und Bandwerk.

Pfeifenbarock
Pfeifenbarock ist keine Stilrichtung sondern lediglich eine Gestaltungsbezeichnung, eine Bezeichnung für ein bestimmtes Fertigungsmerkmal. Beispielfoto siehe hier.

Klassizismus 1750-1830
Der Klassizismus umfasst folgende Stilrichtungen: Josephinisch (1770-1790), Empire (1804-1820), Louis-Size (1760-1790), Regency (1790-1830) und äußert sich im Überbegriff mit weniger Schnörkel als die vorgehende Möbelepoche und meist in schlanker Fertigung.

Restauration 1815-1850
In das Möbelzeitalter der Restauration allen auch Biedermeier Möbel. Diese fanden ihren Ursprung in Wien als Schlichtheit in Mode kam und Sachlichkeit durch Möbel definiert wurden. So entstanden zum Beispiel Zweckmöbel wie Sekretäre, Schreibkommoden oder Konsolen-Schreibtische, die nicht nur schlicht und schön waren sondern auch überaus funktionell. So konnte man eine Biedermeierkommode nicht nur zweckdienlich verwenden sondern gleichzeitig, durch auszieh- und aufklappbare Kopfladen auch als Schreibtisch nutzen.

Frühe Historismus Phase 1830-1860
Oder auch Früh-Historismus genannt ist eine Bezeichnung für Möbel, die um 1830 bis 1860 gebaut wurden. Wie immer spaltet sich auch hier die Möbelherstellung in ihren Materialien, Veredelungen und Formgebungen in gehobene und provinzielle Möbel. Natürlich spielt auch die Herkunft der Möbelstücke eine bedeutende Rolle, so kann es natürlich sein, dass Zeitangaben wie Louise Phillipe, Viktorianisch oder Biedermeier durchaus ein Indiz für die Region der Entstehung darstellen. 

Historismus 1850-1910
Hierunter fällt auch die Stilrichtung 'Altdeutsch'. Der Historismus unterscheidet sich deutlich von der vorgehenden und nachfolgenden Stilrichtung. Das Biedermeier ist in keiner Weise im Historismus wieder zu finden und ebenso wenig nimmt der Historismus einen Stellenwert im nachfolgenden Jugendstil ein. Lediglich eine Stilähnlichkeit mit dem Renaissance ist hier zu verzeichnen. Bis auf Halbschränke und Vertikos, diese fallen im Historismus nicht so üppig gefertigt punkto Schnitzwerke sondern zeigen vermehrt seitliche Voll- oder Halbsäulen wie auch Spindeln in Sitzmöbellehnen.

Neorenaissance
Um etwa 1850 herum erfuhr die Möbelbauart der Renaissance eine Wiedergeburt als Renaissancestil, dieser auch Neurenaissance oder Neorenaissance genannt wird. Die ursprünglichen Renaissance-Möbel wurden entweder mit gleichem Erscheinungsbild nachgebaut oder sie wurden einfacher od. üppiger erbaut. In heutiger Zeit werden derartige Möbel (Schränke, Stühle, Kommoden, ...) die bis zum ersten Drittel des letzten Jahrhunderts erbaut wurden als NeoRenaissance Möbel bezeichnet - hier ein solcher Schrank. Alle ähnlichen Möbel die nach dieser Zeit entstanden werden zwar auch Neorenaissance genannt jedoch nennt man dazu noch das Jahrzehnt der Herstellung. 

Jugendstil 1900-1920
Der Jugendstil vereint folgende Epochen: Art Nouveau (1895-1910), Belle Èpoque (1885-1914), Modernismo (1890-1909) und Wiener Sezession. Die größten Künstler des Jugendstils waren Alfons Mucha, Josef Hoffmann, Otto Wagner, Koloman Moser - dieser wiederum entwarf die genialsten Gegenstände für z.B. Bakalowits, Wiener Werkstätte, Wiener Sezession, ...
Die Gestaltungsformen des Jugendstils fanden je nach Region unterschiedliche Formen. So fanden feminine Formen, Peitschenschlagmuster und geometrische Linien Ausdruck auf Möbel, Wohnraumaccessoires und Kunstgegenstände. Die Formensprache des Jugendstil ist einfach unverwechselbar.

ArtDeco 1920-1940
Dieses Zeitalter war wohl keine leichte Übung für Möbelbauer. So könnte man entgegen der allgemeinen Behauptung "dem Art Deco würde es an zugrundeliegendem Stilmerkmal fehlen" die These aufstellen, dass dem ArtDeco sehr wohl eine klare Möbelsprache zuzusprechen ist - nämlich die "Kriegszeitgestaltung". An den klassischen Art Deco Möbeln ist das Mißhagen der Möbelbauer aus den entstandenen Möbeln abzulesen. Natürlich gibt es auch die zweite Form, nämlich die verziertere Form der Art Deco Möbel, doch diese halten sich in ihrer Gestaltung dezent verziert und zurückhaltend. Hier erfahren Sie, wie diese Stilrichtung entstand und ihren Namen erhielt.

Bauhaus 1920-1949
Diese Stilrichtung zeigt sich klar definiert und sachlich. Möbel werden aus Metall und Holz gefertigt. Namen wie Gropius, Starck, Colombo sind jedem ein Begriff. Das Bauhaus Design lässt keinen Platz für Unnötigkeiten. Zweckdienliche Gestaltungsformen in Kombination mit Funktionalität öffnen die Türen zur modernen Welt.

Retro / Vintage 1930-1979
Wir unterscheiden nach wie vor unter Stilmöbel und Original-Möbel. Sohin nennt man antike Möbel beim Namen und führt bei Möbeln, die nicht in der ursprünglichen Zeit sondern nachträglich erbaut wurden, die Bezeichnung "Stilmöbel" mit an. Hier ist also klar zu differenzieren zwischen Retro Möbel und Retrostil Möbel. "Stil" bedeutet schlicht, dass etwas "im Stile von" erstellt wurde. Ebenso verhält es sich bei Vintage Möbel mit dem Unterschied, dass diese auch älter sein können als Retro Möbel, die 1930 bis Ende 1970 entstanden.

Mid-Century 1949-1969
Um die Mitte des letzten Jahrhunderts bekannte man in der Möbelproduktion Farbe - dies äußert sich in Form von farbigen Elementen auf Möbel und Wohnraumaccessoires. Die Pop-Art-Kultur brach an und hielt durch bis zum Ende der 70er-Jahr. Jedoch muss auch der 50er-Jahre Stil klar nach Entstehungsregion der Möbel getrennt werden. So äußerte sich das Mid-Century in Europa größtenteils in Nierenform. Es wurden maximal Messingschuhe an Tisch- u. Stuhlmöbel angebracht wobei im amerikanischen Raum, sich das Mid-Century bereits mit großzügigen metallischen Elementen im Möbelbau präsentiert.

70er-Jahre 1969-1979
Die 70er waren wohl das bunteste Zeitalter im Wohnraumdesign. Knallige Farben an Möbel und große Tapetenmuster nahmen Einzug in bürgerliche Wohnräume. Der 70s-Retro-Stil belebte wahrhaft müde Geister und demonstrierte das Ende der tristen Zeit und den Aufbruch zum Neuen.

Junk Style
Oft und gerne wird der Junkstyle mit der jüngeren Stilrichtung des Shabby Chic verwechselt. Der Junk Style entstand aus der Not durch Leute, die ungern etwas wegwarfen oder weggeworfene Dinge fanden, die einfach mitgenommen wurden weil es ja zu schade war, diese einfach so vor sich hin gammeln zu lassen. So entstand aus Müll, Plunder, Trödel, Kram, Ramsch, Gerümpel und Krempel der Junkstyle, der sich somit als eigenständiges Design äußerte.
Nicht alles was zusammengetragen wurde, lag brach herum und wurde aufgehoben für einen Zeitpunkt an dem man das Teil dann brauchen könnte. Das Meiste wurde ganz normal in den Haushalt integriert und so diente zum Beispiel das Speichenrad eines ausrangiertes Fahrrades als Hängeregal für Schöpf- u. Kochlöffel, das verrostete Windlicht wurde ohne Bedenken reaktiviert und verwendet, Flaschenkisten aus Holz wurden in Wohnzimmer oder Küche eingesetzt und dienten zur Aufbewahrung von Zeitschriften, Flaschen oder Küchenutensilien, das Holz von alten Paletten oder Möbeln wurde verwendet um daraus Möbel zu schaffen und (der Klassiker die) Blechdosen wurden als Utensilienbox genutzt.

Stilmöbel
Als Stilmöbel werden Möbel bezeichnet, die im Stil eines Möbels gebaut werden, die mehrere Jahre zuvor ihre Gestaltungsblütezeit hatten. Beispiel: Barockstil - dies ist nichts anderes als ein Möbel, das im Stil des Barock gebaut wurde. Überaus selten sind antike Stilmöbel, die sich heute an größter Beliebtheit erfreuen, wenn ihre Bauart hochwertig und ansprechend ist wie z.B. eine Barockstil Vitrine um 1900. Hingegen ein Barockstilschrank oder ein Empirestil Schreibtisch nichts anderes ist als ein Stilmöbel, also (meist) ein neuzeitliches Möbel, erbaut im alten Stil. Auch Stilmöbel haben ihre Liebhaber, was die massenhafte Produktion von Stilmöbeln erklären würde.

SHABBY CHIC 90er-Jahre 
Der Shabby Chic Stil wurde in den 90ern durch eine in England geborene Designerin zum Leben entdeckt und verbreitete sich in rasantem Tempo. Im Mittelpunkt stehen meist alte Möbel, denen man ihr Alter ansieht. Der Shabby Chic Wohnstil verwandelt das Eigenheim in ein ländliches Chateau der Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

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