Antike Barock Truhe
Gefertigt um Mitte des 18. Jahrhunderts (Originaldatierung 1761), üppig geschnitzt und wunderbar erhalten. Diese antike Barock Truhe wurde an drei Seiten gefeldert geschnitzt, mit Holznägel verbunden und seitlich mit Eisenhandhaben ausgestattet. Das Schloss funktioniert wunderbar, der Schlüssel sperrt und die Truhe befindet sich innen wie auch außen in sehr gepflegtem Zustand. Diese antike Barock Truhe können Sie bei uns erwerben. Sollte genau dieses Möbel nicht mehr vorhanden sein, dann gibt es bestimmt ein anderes schönes Stück in unserem Onlinstore.
Die Handwerkskunst:
„Opulente Truhe aus der Barockzeit“
Antike Barocktruhen aus der Zeit von 1650 bis 1780 sind wunderbare Beispiele für die kunstvolle Handwerkskunst und den opulenten Stil des Barockzeitalters. Derartige Möbelstücke sind in heutiger Zeit nicht nur funktionale Aufbewahrungslösungen, sondern auch einzigartige Kunstwerke, die das barocke Lebensgefühl und den Sinn für Dramatik alter Zeiten widerspiegeln.
1761: Meisterhafte Volkskunst in Eiche
– das Rätsel der „Stollentruhe“
Diese massive Eichentruhe aus dem Jahr 1761 ist ein beeindruckendes Zeugnis barocker Volkskunst. Während in den Städten dieser Epoche bereits verspielte Möbelformen Einzug hielten, schufen ländliche Handwerker mit Stücken wie diesem wahre Monumente für die Ewigkeit.
Handwerk für Jahrhunderte:
Die Stollenbauweise
Die Konstruktion als Stollentruhe ist bezeichnend für die Möbelkunst des frühen 18. Jahrhunderts. Die massiven Eckpfosten (Stollen) gehen direkt in die Füße über und schützen den Korpus seit bald 300 Jahren vor Bodenfeuchtigkeit. Dass die Truhe heute noch so stabil steht, ist das Ergebnis meisterhafter Materialkenntnis. Die seitlich angebrachten, wuchtigen Handhaben aus Schmiedeeisen unterstreichen, dass dieses Möbelstück trotz seines Gewichts für den Transport – etwa bei einem Umzug oder einer Hochzeit – konzipiert war.
Ein Ornament-Rätsel:
H und S oder doch IHS?
Das gestalterische Zentrum der Truhe liegt direkt um das Schloss. Inmitten eines strahlenförmigen Ornaments finden sich vermutlich die Buchstaben H und S. In der religiös geprägten Volkskunst dieser Zeit war oft das Christusmonogramm „IHS“ als Schutzsymbol üblich. Da das „I“ hier jedoch fehlt, bleibt die Deutung offen. Ob es sich um eine verkürzte Segensformel oder ein individuelles Zeichen handelt, bleibt ein faszinierendes Geheimnis dieses Unikats. Besonders bemerkenswert: Der originale Schlüssel ist erhalten und das schwere Schloss sperrt auch nach über drei Jahrhunderten noch einwandfrei.
Der „Safe“ des
18. Jahrhunderts
Ein Blick unter den schweren Eichendeckel offenbart die funktionale Seite der Barockzeit. Im Inneren befindet sich eine sogenannte Beilade – ein schmales, hohes Fach mit eigenem Deckel. In einer Welt ohne Banken war dies der sicherste Ort im Haus für Dokumente, das Gesangbuch oder das spärliche Ersparte. Die massiven, handgeschmiedeten Eisenbänder und die dunkle Patina des Holzes zeugen von der langen Geschichte als hölzerner Tresor der Familie.
Heutiges Statement :
einstige Beständigkeit
In einer Ära der Massenproduktion ist diese Truhe von 1761 ein Plädoyer für Qualität und Charakter. Sie vereint den Stolz der Volkskunst mit einer handwerklichen Präzision, die modernen Möbeln oft fehlt. Ein echtes Stück Geschichte, das den Geist einer ganzen Epoche atmet.
Mehr Einblicke in die Materie antiker Möbel und Antiquitäten erhalten Sie auf der Webseite der „Deutsche digitale Bibliothek„.
Bei Interesse an antiken Einrichtungsstücken können Sie sich in unserem Onlineshop einen Überblick verschaffen und alles Weitere gerne bei einem Besuch bei uns, in unserem Möbellager, erkunden.





















