Dieses Multifunktionsmöbelstück ist mehr als nur ein Relikt der 60iger-Jahre des 20. Jahrhunderts. Diese Mid Century Kommode vereint vereint doppelte Nutzbarkeit und eine ausgeklügelte Funktionalität, die auch in modernsten Wohnkonzepten ihresgleichen sucht.
Das Geheimnis dieses Multifunktionsmöbels:
Kommode mit versteckter Bar
. Auf den ersten Blick wirkt diese Kommode unspektakulär. Kaum dreht man das Bücherregal bei Seite erscheint plötzlich eine verspiegelte Bar mit Flaschen- und Glashalterungen.Manche Möbelstücke haben ein Doppelleben. Dieses hier führt es besonders überzeugend. Von außen: eine solide Eckkommode aus der Mid-Century-Ära, mit einer ordentlichen Vitrinenfront — Bücher, Dekoration, alles wie es sich gehört. Nichts Besonderes. Weitergehen, nichts zu sehen außer zwei Schiebetüren (eine aus Glas und eine aus Holz) vor einem Regalkorpus und einen offenen Bereich direkt unter der Platte.
Bis jemand am Bücherregal dreht.
Denn genau das ist das Geheimnis dieser Kommode mit versteckter Bar: Der innere Bereich ist drehbar konzipiert. Auf der einen Seite das biedere gar unauffällige Bücherregal — auf der anderen eine vollständig ausgestattete Bar mit verspiegelter Rückwand, eingebautem Flaschenhalter und Trinkglashalterungen. Wer so ein Möbel noch nie gesehen hat, wird schlicht nicht daraufkommen. Genau das war wohl die Absicht des Designers damals.
Ein Eckmöbel mit doppeltem Boden
oder treffender gesagt, mit einer Doppelnutzfunktion
Das Möbel wurde als Eckmöbel konzipiert — eine clevere Entscheidung, denn Ecken sind im Wohnzimmer oft toter Raum, wenn man da nicht gerade rechteckige Schränke ran stellt. Hier wird dieser Raum gleich zweifach genutzt: Als Stauraum und Dekofläche nach außen, als privater Barschrank nach innen. Der Korpus sitzt stabil in der Ecke, der drehbare Innenteil lässt sich leicht schwenken und gibt den Blick auf die verspiegelte Rückwand frei.
Die Abstellplatte bietet Platz für einen schönen Tischleuchter oder ein Objekt, das man sich in die Wohnung holt weil es gefällt.
Diese Art von Möbel entstand in den 50er bis frühen 60er Jahren — einer Epoche, in der Design und Geselligkeit Hand in Hand gingen. Der Hausbar-Schrank war damals nicht nur praktisch, sondern auch ein Statement: Wer Gäste empfing, empfing sie mit Stil. Und wer seine Bar versteckte, hatte offensichtlich Sinn für Dramaturgie.
Warum dieses Multifunktionsmöbel
heute noch begeistert
Häufige Fragen zur Kommode mit versteckter Bar
Wie funktioniert der drehbare Mechanismus dieser Kommode mit versteckter Bar?
Der Innenkörper des Möbels ist auf einem Drehmechanismus montiert. Nach außen zeigt er eine Vitrine oder ein Bücherregal — dreht man ihn um, gibt er eine verspiegelte Rückwand mit Flaschen- und Gläserhalterungen frei. Der Wechsel zwischen den beiden Seiten dauert nur Sekunden und funktioniert auch nach Jahrzehnten noch reibungslos.
Aus welcher Epoche stammt dieses Multifunktionsmöbel?
Das Möbel stammt vermutlich aus den 50er oder frühen 60er Jahren — der Blütezeit des Mid-Century-Designs. In dieser Epoche waren Hausbar-Schränke ein beliebtes Wohnzimmeraccessoire, das Geselligkeit und Designanspruch vereinte. Die Kombination aus Eckmöbel, Vitrine und versteckter Bar war damals eine besonders raffinierte Lösung für repräsentative Wohnräume.
Ist ein solches Möbel mit versteckter Bar heute noch alltagstauglich?
Absolut — und das ist einer der großen Reize. Der Stauraum für Flaschen und Gläser ist durchdacht und funktional, die verspiegelte Rückwand lässt den Bereich großzügiger wirken. Als Eyecatcher im Wohnzimmer, Home-Office oder Empfangsbereich sorgt das Möbel garantiert für Gesprächsstoff — und das ganz ohne Erklärung, solange man das Bücherregal nicht dreht.
Autor
Josef Schauberger
Antiquitätenhändler und Experte für Historismus-Möbel · Goethes Galerie, Österreich
Mit jahrelanger Erfahrung bewertet er Möbelstücke in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz — auf Anfrage weltweit.
Mehr Einblicke in die Materie antiker Möbel und Antiquitäten erhalten Sie auf der Webseite der „Deutsche digitale Bibliothek„.
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